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 Katze mit vereiterten und geschwollenen Zitzen

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ChaWilaBerlin




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BeitragVerfasst am: 10/2/2017, 16:13    Katze mit vereiterten und geschwollenen Zitzen
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Hallo liebe NGMler und Tiermenschen!

Ich beobachte bei meiner 9-jährigen Katze seit einigen Wochen folgenden Prozess, den ich euch jetzt gerne schildern möchte, auch um zu überpüfen, ob ich mit meinen Einschätzungen halbwegs richtig liege.
Meine Katze, die seit ihrem Babyalter bei mir wohnt und eine sehr enge Beziehung zu mir hat, weil ich sie noch zufüttern musste, als sie zu mir gekommen ist, hat seit einigen Wochen (bzw ich habe es vor einigen Wochen bemerkt!) eine sehr stark geschwollene und meinem Eindruck nach vereiterte Zitze von ihr aus auf der rechten Seite des Bauches, vllt sind es auch die Milchdrüsen, das kann ich als Nicht-Veterinärin nicht sagen.
Die Schwellung hat etwa die Größe einer Wallnuss und als ich sie bemerkt habe, habe ich mich zunächst erschreckt, dann aber gedacht: Abwarten, ob es noch dicker wird. Euphra ist ansonsten gut drauf, frisst und ist vital, von daher keine Panik.
Natürlich habe ich mich sofort an die Ursachenforschung gemacht.
Rechte Seite müsse doch für Revier bzw NEST stehen (ich weiß halt leider nicht ob meine Katze rechtspfotig ist Rolling Eyes ), und bei uns hat sich vor etwa fünf Monaten folgendes ereignet (und da war die Schwellung ganz sicher noch nicht da!): Ich lebe auf einem kleinen Bauernhof, auf dem gibt es ein paar eingesessene ältere Hofkatzen, mit denen meine, als ich hergezogen bin, natürlich ihre Revierangelegenheiten unten im Hof, wo sie sich alle treffen, geklärt hat. Das NEST ist unsere Wohnung, in der sie alleine ein- und ausgeht.
Nun hat der Bauer vor ein paar Monaten vier Jungkatzen dazugekauft wegen der Ratten- und Mäuseüberpopulation und die sind, als der Winter kam, binnen zwei Wochen zu uns in die Wohnung eingezogen. (hier gibt es überall Katzenklappen, und wir haben sie wegen der unseren auch offen)
Weil es recht kalt und unschön draußen war, haben wir uns der Kleinkatzeninvasion ergeben und versorgen sie als Teil der Hofgemeinschaft auch draußen im Hausflur mit.
Als ich die Schwellung bei meiner Katze bemerkte, fiel mir sofort ein, dass sie am Anfang natürlich gar nicht begeistert war, dass hier nun (zumindest nachts) dieses junge Gesindel IN IHREM NEST herumgetobt ist. Sie hat sich dann eine Weile nach draußen verzogen und hat viel im Stroh gelebt, trotzdem hat sie von Zeit zu Zeit Mäuse vorbeigebracht. Nach drei vier Wochen kam sie dann wieder mehr in die Wohnung und arrangiert sich seitdem zunehmend mit den Halbstarken. Wir machen es auch so, dass wir sie tagsüber wenn sie maunzt reinlassen (ist schließlich ihr Nest!), die Katzenklappe ist ansonsten bis sieben Uhr am Abend immer für alle anderen gesperrt.
Von Brustschwellungen ist mir bekannt, dass es sie die Ergebnisse von gelösten Konflikten sind. Deswegen mache ich mir nur bedingt Sorgen. Euphra ist aktuell nur etwas abgeschlagen, aber ansonsten okay. Ich war jetzt ein paar Tage weg und als ich sie heute kurz abgetastet habe, war die Beule in der Mitte eingefallen und mehr wie ein dicker Ring spürbar. An der eingebrochenen Stelle beginnt sich weißes, schmieriges Zeugs zu zeigen - die Verkäsung? Genässt hat die Stelle auch etwas, neulich war auch Blut dabei. Euphra hat die Haare um die Stelle herum ausgerupft. Was mir sinnvoll scheint, dann kommt genug Liuft dran ... Ich würde das im Gesamten jetzt als normalen Abbauprozess des verkästen Gewebes einstufen.

Meint ihr, ich sollte weiter warten oder der Einfachheit halber den Eiter von einem Tierarzt entfernen lassen?

Grüße Bayern!
Chawi und Euphra

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Antje
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BeitragVerfasst am: 12/2/2017, 11:38    (Kein Titel)
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Hallo ChaWilaBerlin,
interessante Geschichte. Danke dafür.

Wahrscheinlich liegst du richtig mit dem Nestkonflikt und der Tumor wird jetzt abgebaut (in der Ca-Phase die Schwellung/Aufbau). Es könnte durchaus Sinn machen, das chirurgisch abzukürzen, um die Katze nicht zu belasten.

LG Antje

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ChaWilaBerlin




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BeitragVerfasst am: 12/2/2017, 21:11    (Kein Titel)
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Liebe Antje,

danke für deine schnelle Antwort.
Ich bin echt nur rudimentär mit der NM unterwegs, aber mir scheint der Verlauf hier recht eindeutig zu sein. Ist auch spannend, solche Dinge wie Verkäsung mal mitzuerleben. Besonders interessant finde ich, dass Euphra gar nicht an der Stelle herum kratzt oder leckt, offenbar macht sie keine erheblichen Probleme, obwohl sie offen ist. Vlt spüren Tiere ja auch instinktiv dass dieses Geschehen in ihrem Körper ganz natürlich ist ...

Herzlichen Gruß, Chawi

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ChaWilaBerlin




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BeitragVerfasst am: 4/5/2017, 11:44    (Kein Titel)
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Hallo alle miteinder,

ich möchte an dieser Stelle mal ein Update zum Fall Euphra geben.
Mein letzter Beitrag ist ja etwa zwei Monate her und seit dem hat sich allerdings kaum Besserung eingestellt, die vereiterte Stelle ist recht groß und wurde nicht erkennbar kleiner, sie suppte und roch unangenehm. Eurphra war allerdings anch wie vor fit, ist draußen rumgetobt und hatte Appetit, daher habe ich ich keinen Anlass gesehen, sie mit einem Arztbesuch zu stressen. Vor etwa einer Woche hat die Stelle dann jedoch angefangen zu bluten und unsere Süße hat die Böden unserer Wohnung mit einem roten Punktmuster dekoriert. Da es zuweilen wirklich viel Blut war, habe ich entschieden zu handeln und habe die Ärztin in unserem Dorf konsultiert. Ber der Untersuchung hat sich rausgestellt, dass die gesamte linke Mamaleiste (also alle Zitzen auf der linken Seite) tumoreus sind, ebenfalls ist der Lymphknoten unter der linken Achsel geschwollen/verdickt. Was die Ärztin als sehr selten uns seltsam eingestuft hat, aus meiner Sicht aber ja völlig logisch ist, da es eben ein Konflikt ist, der die Mutter-Kind-Beziehung/Wahrnehmung betrifft. Das binde ich aber natürlich niemandem auf die Nase, ebensowenig wie dass dich nicht davon ausgehe, dass es weitere Metastasen o.ä. gibt.
Natürlich haben die Ärzte befürchtet, dass der Tumor "streut", das Lungenröntgen hat aber nichts dergleichen gezeigt, (oh Wunder!) hätte mich auch erstaunt, denn für einen Todesangst-Konflikt gibt es oder gab es keinen mir bekannten Auslöser.
Ich habe mich letztlich entschieden, die gesamte linke Mamaleiste entfernen zu lassen, da augenscheinlich alle Zitzen in einem fortgeschritten Konfliktstadium sind, und es mir nicht sinnvoll erscheint, Euphras Organismus mit dieser Konfliktmasse allein fertig werden zu lassen, zumal der eine ulcerisierte Tumor eben auch so stark blutet und das Abheilen nicht so recht voran geht. Da es sich in dem Sinne ja um kein lebenswichtiges Organ handelt, vermute ich, dass das Entfernen des Ganzen eher die Situation löst, als wenn sich nun Zitze für Zitze massiv verkäst und aufplatzt und Euphra fortwährend mit offenen Stellen am Bauch unterwegs ist.
Wie ist da eure Einschätzung? Bei Frauen erzeugt ja das Entfernen der Brust zuweilen andere Konflikte, meine Vermutung geht aber dahin, dass Katzen damit weit pragmatischer umgehen und keinen Selbstwerteinbruch oder dergleichen erleiden.
Wegen der Narkose haben sie das Herz auch untersucht und festgestellt, dass es vergrößert ist, was meines Erachtens auf einen Revierkonflikt hindeutet, der aber möglicherweise schon in Lösung ist. Hamer schreibt dazu - und ich hoffe ich verstehe sein fachmedizinisches Deutsch richtig Smile - dass es in der Heilungsphase zu Schwellungen kommt: "In der Heilungsphase entsteht ein Hirnoedem im Temporalhirn, mit Schwellung der Coronararterien "Intima" (die in Wirklichkeit eine Plattenepithel-Schleimhaut ist), im Bereich der Ulcera."
Deshalb mache ich mich da jetzt auch nicht verrückt. Die Katzenbande hier am Hof regelt ihr Revierthema ohnehin auf ihre Art.
Von weiteren Organuntersuchungen habe ich vorerst auch abgesehen, denn ich denke, dass es sinnvoll ist, dass sich die Süße erst mal von der OP erholt und dann schauen wir, wie es weitergeht.
Für weiterführende Meinung und Einschätzungen wäre ich trotzdem dankbar. Ich möchte gerne noch mehr lernen und verstehen, wie die biologischen Prozesse funktionieren und ablaufen.

Mit besten Grüßen, Kat

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BeitragVerfasst am: 8/5/2017, 06:41    (Kein Titel)
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Hallo ChaWilaBerlin,
vergrößertes Herz würde ich jetzt mehr auf Überforderung zurückführen.

Gut, daß du deiner Katze die schwierigen körperlichen Symptome der Lösungsphase erspart hast. Würde man u.U. bei Menschen auch so machen.

Gute Besserung für deine Mieze.

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ChaWilaBerlin




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BeitragVerfasst am: 8/5/2017, 20:22    (Kein Titel)
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Hallo Antje,

Ja, überfodert! Genau! Ist ja ohnehin so lustig, die Ärtzin misst den Herzschlag und sagt: "Euphra hat einen Galopprhythmus, das muss untersucht werden."
Ähm jaa, sie ist verdammt aufgeregt, weil sie nicht sehr gern beim Tierarzt ist ... womöglich ...
Ich versuche da ja immer ganz nett und kooperativ zu sein, aber es ist schon erschütternd, wenn man mit dem GNM-Wissen im Hinterkopf diese Dinge betrachtet. Beim Herz ist nur der linke Vorhof leicht vergrößert - unklassifizierte Herzerkrankung, wie es so schön bei der SM heißt. "Wir wissen nicht genau, was es ist, aber man sollte vorsichtshalber Medikamente geben ..."
Kugeln2
Naja, wenigstens ist es irgendwie erheiternd. Euphra liegt seit Tagen auf meinem Schoss oder meinem Bauch und schnurrt sich gesund, die Süße. Das scheint grad der Weg der Wahl, um aus dieser Konfliktsackgasse rauszukommen Sonne love

Mit besten Grüßen ...

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ChaWilaBerlin




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BeitragVerfasst am: 19/6/2017, 11:20    (Kein Titel)
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Hallo miteinander.
Ich wollte gerne eine noch ein Update zum aktuellen Fall geben.
Im Thread Katze mit Wasseransammlung unter der Haut, hatte ich beschrieben, dass Euphra nach der OP ziemlich stark Wasser eingelagert hat im Bauchraum, darüber hinaus war sie aber völlig fit und vital. Nun ist folgendes passiert:
Wir hatten bis vor ein paar Tagen eine Mamakatze mit ihren fünf Kitten in der Wohnung. Diesen Zustand hatte Euphra schlecht vertragen und hat seit dem Fädenziehen noch im Hof gelebt. Vor drei Tagen nun haben wir die kleinen Raudis in die Scheune umgezogen, weil es Hofkatzen sind und wir sie nicht zu Couchpotatoes verhätscheln wollen, außerdem nervt das Rumgerase irgendwann auch. Am Abend vor zwei Tagen kam Euphra dann überraschend mit hoch, lief durch die Wohnung, die nun Nervensägen-frei war und diese Erkenntnis hat offenbar die Konfliktlösung beinhaltet, denn seit dem Abend liegt sie in ihrem Korb und schläft. Sie hatte glaube ich auch etwas erhöhte Temperatur, das ist aber nur eine Vermutung. Jedenfalls wirkt sie ziemlich vagoton.
Vermutlich hatte sie durch die vielen fremden Katzen einen Flüchtlingskonflikt/Vertreibungskonflikt erlitten, was ja auch zu den Wassereinlagerungen passen würde, und nun ist ihr System in Lösung.
Ich werde das Geschehen weiter beobachten und berichten.
Grüße, Kat
Sonne

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BeitragVerfasst am: 23/6/2017, 10:15    (Kein Titel)
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Danke. thumbup
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